Alkoho Angehörigenberatung

Angehörigenberatung

gemeinsam Wege aus der Ohnmacht finden

 

Vielleicht erleben Sie es im Alltag als Angehörige:r oder Bezugsperson: Ein Mensch, der Ihnen wichtig ist, hat einen problematischen Umgang mit Alkohol entwickelt. Sie spüren, dass „etwas nicht stimmt“, möchten helfen, wissen aber nicht, wie Sie das Thema ansprechen können – aus Sorge vor Wut, Ablehnung oder Schuldzuweisungen. Gleichzeitig machen Ihnen seine Gesundheit und Ihr eigenes Wohlbefinden zu schaffen.

 

Erfahrung

 

Als erfahrene Fachkraft in der Suchtberatung ist bekannt, wie belastend eine solche Situation für Angehörige sein kann. In Beratungsgesprächen erhalten Sie einen geschützten Rahmen, um Ihre Wahrnehmungen zu sortieren, Klarheit zu gewinnen und Kommunikationswege zu entwickeln, die sowohl Ihnen als auch der betroffenen Person gerecht werden.

 

Woran lässt sich ein problematischer Alkoholkonsum im Umfeld erkennen?

 
Wichtige Hinweise ergeben sich weniger nur aus der Menge, sondern aus den Folgen:

 

  • Wiederkehrender Kontrollverlust trotz Vorsätzen
  • Steigende Mengen, um dieselbe Wirkung zu erzielen
  • Frühzeichen von Entzug wie Zittern, Unruhe oder Gereiztheit
  • Konflikte, Rückzug oder Leistungsabfall im sozialen und beruflichen Bereich
  • Gesundheitliche Beschwerden und vernachlässigte Verpflichtungen

 

Diese Anzeichen werden oft relativiert („Stress“, „nur eine Phase“). Ihre Beobachtung bleibt dennoch wertvoll – sie ist ein wichtiger Kompass.

 

Wie sprechen Sie das Thema wertschätzend an?

 
Ein sensibles Gespräch braucht Respekt und Geduld. Hilfreich ist es, bei sich selbst zu bleiben, zum Beispiel: „Ich mache mir Sorgen, weil mir auffällt …“, statt mit Vorwürfen zu konfrontieren. Reaktionen wie Abwehr, Wut oder Bagatellisierung sind häufig und meist Ausdruck von Scham oder Angst.

 

In der Beratung können Sie Formulierungen erarbeiten, Ihre eigenen Grenzen klären und Strategien entwickeln, um ruhig, klar und gleichzeitig zugewandt im Kontakt zu bleiben.

 

Wie schützen Sie sich selbst – und stärken trotzdem Veränderung?

 
„Helfen, ohne sich selbst zu verlieren“ ist ein Balanceakt. Niemand kann einen Menschen gegen seinen Willen verändern, aber Sie können einen Rahmen von Klarheit, Unterstützung und Verbindlichkeit anbieten. Dazu gehört auch, problematisches Verhalten nicht zu entschuldigen und Verantwortung nicht zu übernehmen. Gerade engagierte Angehörige vergessen oft ihre eigene Gesundheit. Eigene Grenzen zu ziehen und sich Unterstützung zu holen, ist kein Scheitern, sondern ein wichtiger Schritt, um handlungsfähig zu bleiben.

 

Professionelle Unterstützung für Angehörige – ein sinnvoller Schritt

 
Für Angehörige biete ich Beratung auf Selbstzahlerbasis an – respektvoll, diskret und praxisorientiert. Im Gespräch klären wir unter anderem:
 
  • Wie Sie problematisches Verhalten ansprechen und mit emotionalen Reaktionen umgehen.
  • Wie Sie sich vor eskalierenden Konflikten schützen und trotzdem unterstützend bleiben.
  • Welche weiterführenden Hilfen für Sie und die betroffene Person in Frage kommen
 
In einem unverbindlichen Erstkontakt können Sie Ihre Situation schildern und offene Fragen klären. Im weiteren Verlauf lassen sich Kommunikationsstrategien entwickeln und Hintergrundwissen zu Sucht und Suchtdynamik aufbauen, das Sie im Umgang mit der betroffenen Person nutzen können.
 
Erfahrungen zeigen, dass ein reflektierter Angehörigenkontakt bei manchen Betroffenen dazu beiträgt, den eigenen Alkoholkonsum kritisch zu hinterfragen und Unterstützung anzunehmen.
 
In den Referenzen finden Sie Beispiele aus der Praxis, die typische Verläufe veranschaulichen – ohne Garantie auf ähnliche Ergebnisse in Einzelfällen.

 

Zwei konkrete Fallbeispiele von positiven Verläufen werden in den Referenzen dargestellt:

* Referenzen aus der Berufspraxis von Birgit Thys