In der Beratung melden sich immer wieder Menschen, die nach einer Alkoholfahrt oder einem Vorfall im Straßenverkehr ihren Umgang mit Alkohol überdenken. Ziel der Gespräche ist, den Konsum so zu verändern, dass Alltag und Teilnahme am Straßenverkehr wieder sicherer werden – sei es durch klar begrenztes Trinken oder durch Abstinenz. Die Begleitung erfolgt vertraulich und auf Selbstzahlerbasis.
Schon geringe Alkoholmengen können die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen: Reaktionszeit und Urteilsvermögen lassen nach, Risiken werden unterschätzt. Gesetzliche Promillegrenzen und mögliche Folgen – von Bußgeldern und Punkten bis hin zu Fahrverboten und strafrechtlichen Konsequenzen – machen deutlich, wie ernst Alkohol im Straßenverkehr zu nehmen ist, auch für Fahranfänger, Rad- und E‑Scooter‑Fahrende.
Besonders tückisch ist Restalkohol am Morgen danach. Der Abbau verläuft langsam, sodass die Blutalkoholkonzentration noch Stunden nach der letzten Runde im rechtlich oder sicherheitsrelevanten Bereich liegen kann – oft, ohne dass sich Betroffene noch beeinträchtigt fühlen.
Die sicherste Entscheidung im Straßenverkehr lautet: kein Alkohol, sobald ein Fahrzeug geführt wird. Wenn es schwerfällt, konsequent „nein“ zu sagen oder Alkohol im Alltag einen festen Platz eingenommen hat, kann ein vertrauliches Gespräch helfen, die eigene Situation zu sortieren und Alternativen zu entwickeln.
In einem unverbindlichen Erstgespräch besteht die Möglichkeit, die persönliche Situation zu schildern, Fragen zu klären und mögliche nächste Schritte zu besprechen. Dabei kann auch geprüft werden, ob ergänzend medizinische oder suchtfachliche Angebote sinnvoll sind und wie diese eingebunden werden können.