alkohol und schwangerschaft

Schwanger

und Alkoholproblem

 

Herzlichen Glückwunsch – Sie erwarten ein Kind. Eine Schwangerschaft verändert vieles: Prioritäten, Sichtweisen und oft auch den Blick auf den eigenen Alkoholkonsum. Vielleicht ist der Gedanke, mit dem Trinken aufzuhören, neu für Sie, vielleicht begleitet Sie dieser Wunsch schon länger.

 

Viele gut ausgebildete, beruflich erfolgreiche Frauen kennen diesen inneren Konflikt – gerade dann, wenn ein neues Leben heranwächst.

 

Alkohol in der Schwangerschaft

 

Die medizinische Empfehlung ist eindeutig: In der Schwangerschaft gilt Alkohol als nicht unbedenklich. Schon kleinere Mengen können die Entwicklung des ungeborenen Kindes beeinträchtigen, insbesondere in der Frühschwangerschaft. Auch später kann Alkohol das körperliche und geistige Wachstum stören und langfristige Folgen haben.

 

Fetale Alkoholspektrumstörungen (FASD) umfassen ein breites Spektrum möglicher Beeinträchtigungen – von Lern- und Aufmerksamkeitsproblemen bis hin zu ausgeprägteren Entwicklungsstörungen. Das Risiko besteht auch bei gelegentlichem Konsum.

 

Verantwortung statt Scham

 

Wenn es trotz guter Vorsätze schwerfällt, auf Alkohol zu verzichten, ist das kein Beweis von „Charakterschwäche“, sondern ein Signal, genauer hinzuschauen. Viele Frauen, die mitten im Leben stehen, erleben, dass sich ihr Konsum verselbstständigt hat.

 

Im Mittelpunkt steht nicht Schuld, sondern Verantwortung – für Sie und für Ihr Kind. Entscheidend ist, jetzt Wege zu finden, die Sie wirklich gehen können.

 

Beratung bei Alkohol in der Schwangerschaft

 

Individuelle, diskrete Beratung kann helfen, die eigene Situation klarer zu sehen und konkrete Schritte zu planen. In einem geschützten Rahmen lassen sich Trinkmuster, Auslöser und Belastungen besprechen und Strategien entwickeln – etwa für einen Ausstieg aus dem Konsum oder eine stabile Abstinenz während der Schwangerschaft.

 

Die Begleitung erfolgt wertschätzend und strukturiert, ohne moralischen Druck. Medizinische Fragen und Risiken sollten immer zusätzlich mit Ärzt:innen oder spezialisierten Fachstellen geklärt werden.

 

Erstgespräch in der Schwangerschaftsnachsorge

 

Ein unverbindliches, kostenfreies telefonisches Erstgespräch kann ein hilfreicher Einstieg sein. Dort können Sie schildern, wo Sie gerade stehen, welche Fragen Sie zur gesundheitlichen Situation haben und welche Form von Unterstützung für Sie passend sein könnte.


Von dort aus lassen sich weitere Schritte planen – von begleitender Beratung bis hin zur Einbindung medizinischer oder therapeutischer Angebote, wenn dies sinnvoll erscheint.